Anreise und Stockholm

Endlich nach Nordschweden in die großen Weiten Lapplands. Auf den „Kungsleden“. Das ist das Ziel meiner Reise, nein besser, des Abenteuers.  Aber jede Reise beginnt mit der Anreise, die meist stressig ist, besonders wenn man so weit hoch möchte wie ich. Fliegen ist eine Option, doch die Preise lassen mich über Alternativen nachdenken. Was bleibt, ist eine Kombination aus Flug und Zug. Los geht es mit dem Flugzeug von Berlin aus Richtung Stockholm, der Hauptstadt Schwedens.

Den ersten Blick auf Schweden kann ich eigentlich erst kurz vor der Landung sehen. Nach der Landung und der Gepäckabholung nehme ich zuallererst meinen Rucksack aus der Transporthülle, alles was ich im Flugzeug dabei war wird nun im Rucksack verstaut, es kann eigentlich losgehen. Doch ich muss mich noch 9 Stunden gedulden. Zeit für einen Abstecher nach Stockholm. Ich löse also ein „Arlanda-Express“-Ticket. Ein Zug, der direkt vom Flughafen  nach Stockholm Zentrum fährt, in nur 20 Minuten und das alle 20 Minuten. Das System funktioniert und die Betreiber lassen es sich auch gut bezahlen. Es sind 18 Grad, ich fahre mit 170 km/h Richtung Stockholm und es regnet nicht.

Gegen 10:50 Uhr erreiche ich den Hauptbahnhof von Stockholm, mitten in der City. Ein mittelgroßer Bahnhof auf dem ich als erstes ein Schließfach suche, denn ich will mit meinem Rucksack nicht durch die Stadt „schlendern“. 70 SEK für den ganzen Tag und mein Rucksack ist mit einem Zahlencode sicher verschlossen (besser als ein Schlüssel) und alles kann problemlos mit Kreditkarte bezahlt werden, Ohne die läuft eigentlich nichts.

Jetzt habe ich also Zeit, noch wichtige Dinge zu besorgen. Damit ich mich nicht verlaufe und wieder zum Bahnhof zurückfinde, nutze ich schon mal mein GPS-Gerät. In der Touristen Information bekomme ich auch Kartenmaterial und ich melde mich gleich beim Schwedischen Touristen Verband an, um Ermäßigung in den Hütten zu bekommen. Jetzt muss ich noch Spiritus und Mückenmittel besorgen. Alles bekomme ich natürlich in Stockholm, es gibt dort einige tolle Outdoor-Fachgeschäfte. Natürlich schaue ich mir auch einiges von Stockholm an, zum Beispiel die Residenz der Königsfamilie. Alles ist bequem zu Fuß zu erreichen.

Der Nachtzug nach Abisko

Es wird ernst. Von Stockholm geht es jetzt mit den Zug nach Abisko. Kurz vor Abfahrt des Nachtzuges nach Abisko kaufe ich mir im ICA-Supermarkt noch schnell ein paar Brötchen, Käse und Wasser, will ja schließlich nicht gleich meine Spezialnahrung aufbrauchen. Dann geht es endlich zum Bahnsteig.

Viele warten dort, sehr viele mit großem Rucksack. Ca. 25 Minuten vor Abfahrt wird die Verteilung der Wagen mittels Anzeigetafel bekanntgegeben, meiner ist genau in der Mitte. Nach weiteren 10 Minuten kommt dann auch endlich der Zug angerollt. Ich habe ja einen festen Platz und so muss ich mich überhaupt nicht beeilen. Mache es aber trotzdem und so bin ich auch der Erste in meinem Abteil. Drei Betten an jeder Seite, wobei das mittlere aufzuklappen ist und sonst als Lehne dient. Ein Tisch am Fenster und 2 Ablagemöglichkeiten für Rucksäcke! Viel zur wenig, wie ich finde, so muss ich meinen 28 Kilo Rucksack außerhalb der Kabine lagern. Das Abteil ist nicht ausgebucht. Ich teile es mit zwei Holländern und einem Schweden, alle auf dem Weg nach Norwegen (zum Wandern natürlich). Wir verstehen uns gut und ich kann mir auch noch einige Tipps holen.

Beim Blick aus dem Fenster sieht man zunächst nichts weiter als Bäume und gelegentlich ein paar Häuser. So zieht sich das bis zum Abend hin. Zum Abendbrot esse ich meine Käsebrötchen und lege mich schnell schlafen. Ich habe ein mittleres Bett. Trotz der unruhigen Fahrweise des Lockführers (es liegt vermutlich an den Schienen) können wir alle erstaunlich gut schlafen, mit einer Ausnahme, als wir in Boden stoppen und die letzten Wagons abgekoppelt werden. Viel besser als das Einschlafen ist das Erwachen, denn nun hat sich die Landschaft geändert. Man sieht jetzt keine Häuser mehr oder hohe Bäume, die einem die Sicht nehmen. Ein weites Land ist zu sehen, im Hintergrund schon einige Berge und ab und zu ein Fluss oder See. Nach einem verlängerten Aufenthalt in Kiruna (der Zug kommt dort viel zu früh an) ist es bis nach Abisko nicht mehr weit.

Abisko. Der Startpunkt des Kungsleden

Endlich „Abisko Turist“. Ich verabschiede mich von dem Schweden und den beiden Holländern und verlasse den Zug, da bin ich nicht allein. Abisko Turist Station ist eigentlich nur eine Fjällstation, eine sehr große mit 300 Betten, Zeltplatz-Service, Sauna und Laden. Und es gibt ein Museum. Der Ort Abisko liegt ca 1 km weiter entfernt.

Es ist 11:40 Uhr und ich habe den ganzen Tag noch vor mir. Als erstes sehe ich mir den Laden in der Station an und kaufe auch gleich eine Flasche Vitaminwasser und einen Apfel, mein Frühstück sozusagen. Die erste Nacht will ich dort bleiben, also melde ich mich an und bezahlte die – hier noch günstige – Zeltgebühr. Inbegriffen ist ein Servicehaus mit Dusche, vermutlich die letzte für die nächsten Tage. Mein Zelt baue ich auf dem Zeltplatz auf (das erste Mal in der schwedischen Wildnis, es fühlte sich toll an). Nun will ich gleich das Gelände erkunden und spaziere zu dem nahegelegenem Canyon. Danach besuche ich noch das Museum und schaue mir die Fjällstation an, die einen wirklich sehr gut sortieren Shop hat. Wer etwas wichtiges vergessen hat, bekommt es hier sicherlich.

Zum Abendessen gibt  es eine meiner Packungen, „Nudeln Napoli“. Danach sortiere ich nochmals meine Sachen und packe alles für morgen. Natürlich genieße ich die Dusche ausgiebig. Es ist 19 Uhr und ich liege gemütlich im Schlafsack und mache mir Notizen. Ich bin sehr aufgeregt und kann es kaum erwarten, morgen endlich zu starten. Alles sieht wunderbar aus und das Wetter soll auch mitspielen, es kann also losgehen auf den Kungsleden.

Tag 1 | Kungsleden | Abisko bis Abiskojaure

Gegen 7 Uhr wache ich schon auf (bin ja auch aufgeregt) und nutze natürlich nochmal die Dusche. Dann wird es aber langsam Zeit, meine Sachen zu packen und loszugehen, schließlich habe ich darauf lange genug gewartet. 8:40 Uhr stehe ich dann am Eingangstor zum Kungsleden. Meine erste Etappe führt bis zur Abiskojaurehütte und dann noch ein Stück weiter, raus aus dem Nationalpark. Knapp 19 Kilometer also. Zunächst geht es über gut beplankte Wege durch einen Birkenwald, immer entlang an einem rauschendem Fluss. Es ist windig und sonnig, teilweise kommen ein paar kleine Tropfen runter. Die ersten 12 Kilometer mache ich oft Pause, denn man kommt ständig an wunderschönen Plätzen vorbei, die ich natürlich genießen will. An das Gewicht des Rucksacks muss ich mich schließlich auch noch gewöhnen. Nach dem Verlassen des Flusses und dem Erreichen der Grenze des Abiskojaure, sieht man zu seiner linken Seite einen gigantischen Berg, den Kiron oder auch Giron, an dessen Fuße man praktisch entlang läuft. Unglaublich beeindruckend und unheimlich windig, denn die Birkenbäumchen sind kleineren Sträuchen gewichen. Nicht mehr lange, und man sieht die Abiskojaurehütte. Die Hütte erreicht man über eine Hängebrücke. Doch dort mache ich nur kurz Pause, ich will schließlich noch ein Stück weiter um aus dem Nationalpark kommen, um frei zelten zu können. Der Kungsleden ist immer noch erstaunlich gut sichtbar.

Nach der Abiskojaurehütte ist es nicht mehr weit bis zum Ende des Nationalparks, ab da heißt es dann, die Augen nach einem geeignetem Lagerplatz offenhalten. Mein „Outdoor Buch: Kungsleden“ von Michael Hennemann meint, dass vor einem Fluss, den es durch eine Brücke zu überqueren gilt, einige gute Plätze vorhanden sind. Diese Plätze erreiche ich auch und die sind in der Tat geeignet für ein Zelt. Doch sie liegen mitten in einem kleinen Waldstück und in Hörweite des rauschenden Flusses, so entscheide ich mich, noch ein Stück weiter zu gehen. Das stellt sich auch als äußerst positiv heraus. Kurz nach der Brücke geht es zwar einen steilen Abhang hinauf, doch so wird auch die Sicht über das Tal und den Abiskojaure besser und besser. Bei ca. der Hälfte des Aufstieges bin ich schon ziemlich fertig. Deswegen suche ich mir einen schönen Platz direkt am Hang. Der Hang ist jetzt nicht so steil, dass man da nicht hätte zelten können und mein Zelt baue ich auch nur ca. 150 m vom Kungsleden entfernt auf. Ein toller Moment: Das erste Mal ist das neue Zelt (ein Exped Vela I Extreme) inmitten der Wildnis ist aufgestellt! Es gibt Sonne, Wind und eine grandiose Aussicht. Gleich koche ich mir einen Tee und eine Art Kartoffeleintopf (schmeckt überhaupt nicht). Danach zünde ich ein kleines Feuer an und genieße die Aussicht. Ein wunderbarer erster Tag auf dem Kungsleden also.

Tag 2 | Kungsleden | Absikojaure bis Alesjaure

Der Abend ist schön, doch der Morgen danach ist es nicht. Es regnet. Zum Glück aber kein Sturm. Irgendwann muss ich aufstehen, will ja nicht am ersten Tag schon nur im Zelt rumliegen, zumal es im Zelt sowiso nicht so viel Platz gibt. Ich packe also so viel wie möglich im Zelt direkt in den Rucksack, ziehe mich an und gehe dann raus. Zu meiner Überraschung hat der Regen etwas nachgelassen oder er klingt im Zelt einfach nur so stark. Ich verpacke also das nasse Zelt, ziehe über und meinen Rucksack die Regenhülle, schultere alles und laufe los. Zuerst geht es ja noch den Rest des Anstiegs hinauf, es folgt einen recht steiniger Weg bis zu einem Plateau mit kleineren Seen. In einiger Entfernung sind auch die ersten Rentiere zu sehen, was ich sehr spannend finde. Auf dem Plateau ist es gefühlt kälter, der Regen hat aufgehört. Auf dem Plateau laufe ich weiter bis ich zu einem großen See, dem Alesjaure, an dessen Ende die Alesjaurehütte mein Ziel für den Tag markiert.

Am Alesjaure gibt es die Möglichkeit, die letzten 5 km (zeigt mein GPS an, ist aber Luftlinie) mit dem Boot zurückzulegen. 260 SEK würde das kosten, Geld, das ich mir spare. So folge ich dem Kungsleden weiter zu Fuß. 7 Kilometer sind es letztendlich, die sich jedoch als äußerst strapaziös herausstellen. Man hat die Alesjaurehütte fast immer im Blickfeld und muss durch eine kleine hügelige Landschaft laufen, die mit Flüsschen und Schlammabschnitten durchsetzt ist. Zur Rechten ist immer wieder das wunderschöne Bergpanorama zu sehen. Die Hütte erreiche ich dann äußerst glücklich und ich leiste mir auch sofort die Hüttengebühr, um die Küche und den Trockenraum zu nutzen. Mein Zelt baue ich unweit der Hütte in einer kleinen Mulde auf. Dann inspiziere ich erst einmal die Hütteneinrichtungen und den kleinen Shop, kaufe dort Marmelade und Schokolade. Nun ist Zeit, meine Sachen zu trocknen, mich zu waschen, die Ausrüstung zu überprüfen und mir am Abend in der Küche lecker Lachs, Nudel und Spinat zuzubereiten. In der gemütlichen Alesjaurehütte wird außerdem der Weg für morgen geplant und ich kann mich mit den Hüttenregeln und -Pflichten vertraut machen. Alles ist ja schließlich noch neu. Gegen 21 Uhr lege ich mich dann todmüde in den Schlafsack und schlafe auch sofort ein.

Tag 3 | Kungsleden | Alesjaure bis Tjäkja

Ein schönes Erwachen. Es regnet nicht. Heute sind 12 Kilometer dran bis zur Tjäktjahütte. Zum Frühstück gibt es Müsli-Marmeladen in der Hütte. Ich bin zeitig aufgewacht, alle anderen schlafen noch. Dann wird  das Zelt gepackt und es geht den kleinen Berg, auf dem sich die Alesjaurehütte befindet, wieder hinab. Eine Brücke bringt mich auf die andere Seite des Flusses und ich habe nun einen wunderschön beplankten Kungsleden vor mir, der sich in dem Tal unweit des Flusses entlang windet. Es ist weitgehend flach und ich genieße die schöne Aussicht zu meiner rechten und linken Seite. Die letzten 2 bis 3 Kilometer werden noch einmal richtig spannend. Ich erreiche ein Schneefeld, muss es durchqueren und dann noch durch einen Fluss, der keine Brücke bietet. Außerdem geht es diesmal auch steil bergauf. Auf dem letzten Kilometer ist es schwer, dem Kungeleien, den Weg als solchen, zu folgen, da man ihn kaum mehr ausmachen kann. Es ist eine Art Steinfeld, das mit Schlamm und Wasser durchzogen ist. Man sieht aber, wohin man gehen muss: Zu einer Brücke über einen reißenden Fluss, die direkt zur Tjäktjahütte führt.

Ich baue mein Zelt auf dem großen Platz direkt nach der Brücke auf, dort gibt es wunderbar große, trockene und freie Stellen. Ich bin der Erste. Die Tjäktjahütte ist recht klein, aber der Stugvärd ist super freundlich und erzählt mir, dass es weiter oberhalb eine kleine Rentierherde geben soll. Das Wetter ist wunderbar, es scheint die Sonne und es weht nur ein leichtes Lüftchen. Ich richte mein Lager ein und esse einen leckeren Milchreis, als Vesper sozusagen. Danach werden im nahegelegenem Bach meine Sachen gewaschen und die Wasservorräte aufgefüllt. Danach mache ich mich auf, um das Gelände zu erkunden und natürlich auch die prophezeite Rentierherde zu sehen. Die ist wirklich zu sehen und so eine friedliche Herde ist ein schöner Anblick. Als ich zurück zum Zelt komme, sind schon einige andere Zelte aufgebaut. Ich bereite den nächsten Tag vor und koche mir dann noch mein Abendessen: Risotto. Ein wunderbarer Tag geht zu Ende.

Tag 4 | Kungsleden | Tjäktja bis Sälka

Ich erwache zeitig am Morgen, denn es regnet wieder und ich muss auch dringend mal ein gewisses kleines Geschäft verrichten. Also krieche ich aus dem wirklich warmen Schlafsack, ziehe mir schnell die Regenhose über, lege die Regenjacke an und ab nach draußen. Was mich dort erwartet, ist schlimm. Es nieselt stark und es ist sehr, sehr neblig. Man kann kaum 20 Meter weit schauen. Heute steht die Überquerung des Tjäktja Pass an. Der höchste Punkt des Kungsleden mit 1150 m. Es ist zudem noch kalt und so beschließe ich, es mir im Zelt nochmals gemütlich zu machen. Irgendwann aber entscheide ich mich dann doch, alles wieder im Regen zu packen und loszugehen. Bis zum Pass ist es nicht weit, aber man kann gar nix mehr sehen. Den Weg als solchen gibt es nicht mehr, man orientiert sich anhand von kleinen Steinmännchen die, so vermute ich, den Weg weisen sollen. Man kann allerdings von einem Steinmännchen nicht das nächste sehen, und so stellt sich das Fortkommen als schwierig heraus – wenn man kein GPS Gerät hat. Ich habe zum Glück eins und stelle die Koordinaten des Tjäktjapass ein, auf dem eine Notfallhütte ist. Auf meinem Weg dorthin sammle ich noch einen Wanderer ein, der immer zickzack gelaufen ist. Gemeinsam gehen wir dann über das Steinfeld, welches von viel Wasser durchzogen ist, in Richtung Tjäktjapass zur Notfallhütte. Kurz vor der Hütte gibt es noch einen Anstieg über ein Schneefeld. Dort begegnen wir zwei Wanderern, die meinen nach dem Pass sieht das Wetter besser aus.

An der besagten Hütte angekommen, legen wir erst einmal eine Pause ein und trocknen ein wenig die Sachen. Nach und nach kommen auch noch andere Wanderer. Ich habe meine Kamera die ganze Zeit über gut verpackt im Rucksack verstaut und daher keine Fotos gemacht. Leider. Nach der kurzen Erholungsphase, die ich mit einer Stärkung, bestehend aus einem Mr. Tom Riegel und einem Bonbon, verbinde, breche ich schnell wieder auf. Das Wetter hat sich gelegt und es regnet nicht mehr ganz so viel. Als ich alles angezogen habe, hat es sogar aufgehört.

Der Abstieg auf der anderen Seite ist äußerst gefährlich, da der Weg mit Wasser durchzogen ist und einiges weggespült wurde. Auch geht es ca. 30 Minuten lang steil bergab, erst dann sieht man ein bisschen vom Tal. Das Tal ist riesig und sehr lang gestreckt. Auf beiden Seiten sind Berge und im Tal dann wieder der Fluss, dem ich bis zur nächsten Hütte folgen muss.

Sälka ist wunderschön. Es gibt gute Möglichkeiten, hier sein Zelt aufzustellen, und ebenso gute Möglichkeiten, sich zu waschen, da es dort ein kleines Flusssystem gibt. Allerdings sind hier die Mücken auch nicht gerade Gäste, sie scheinen hier dauerhaft zu wohnen 🙂 Zum Abendessen, das ich in der Hütte einnehme, gibt es Waldpilz Sojaragout (schmeckt äußerst lecker, kostet 6,50€ und ist für alle Vegetarier geeignet). Ich bemerke beim auspacken meiner Isomatte, dass sie etwas Wasser, durch den Regen vermutlich, abbekommen hat. Ab jetzt verpacke ich sie auch regensicher in einem meiner Packsäcke, auf die ich bei keinen Unternehmungen mehr verzichten möchte. Am Abend erkundige ich noch ein wenig die Umgebung der Hütte, dann ziehe ich mich nach dem anstrengendem Tag recht spät in meine kleine Unterkunft (genannt Zelt) zurück.

Tag 5 | Kungsleden | Sälka bis Singi

Trotz des schönen Platzes in Sälka regnet es auch am Morgen wieder etwas (weniger). In einer Regenpause packe ich meine Sachen und gehe dann erst einmal in die Hütte und frühstücke ordentlich. Es gibt Rührei mit Zwiebeln (schmeckt auch wunderbar). Der Weg bis nach Singi führt immer am Fluss entlang und soll sich laut Karte als auch nicht ganz so schwierig erweisen. Er ist schön, man geht fast immer auf ebener Strecke. Kurz nach Sälka verlassen hören auch die Mücken auf, um einen herum zu schwirren. Nur kurz vor Singi geht es über merkwürdige Pfade etwas bergab durch eine Art Gebüsch. Singi liegt auch am Fluss, aber hier sind die Zeltplätze eher rar. Ich finde einen unweit der Hütte. Was in Sälka schon lästig war, soll in Singi noch lästiger werden – die Mücken. Als ich zum Fluss runtergehe um mich zu waschen, sind die Biester schon unterwegs. Doch als ich dann frisch gewaschen am Zelt sitze und mir was zu Essen machen will, da übertreiben sie doch etwa. So nehme ich mein Essen im Zelt zu mir und bleibe auch dort. Ich bin sowieso müde und schlafe ungewöhnlich zeitig ein (17:50 ungefähr!!). Zum Abendbrot gibt’s Risotto Toskana. Das ist zwar nichts im Vergleich zu einem echten Risotto, so wie Mama es immer macht, aber ich bin ein Freund des Risotto und so esse ich es doch mit Appetit 🙂

Etwas Besonderes noch: Ich habe nun soviel verbraucht, dass ich meine Seitentaschen (ich habe auf jeder Seite des Rucksacks nochmals ca. 10 l Außentaschen von Deuter befestigt) nicht mehr am Rucksack außen befestigen muss. Somit passt nun auch der Regenüberzug des Rucksackes wieder komplett drum und es fühlt sich prinzipiell nicht mehr so riesig an. Und ich wünsche mir zum ersten Mal während der Tour ein größeres Zelt.

Tag 6 | Kungsleden | Singi bis Kaitumjaure

Ich hab nicht auf die Uhr geschaut aber es ist unglaublich früh, als ich mich auf den Weg mache. Es regnet gerade  mal nicht. Ziel ist heute die Kaitumjaurehütte. Auf der Karte sind das nur knapp 13 Kilometer und es sieht gut aus mit dem Wetter. Bis zu einer alten Samenhütte ähnelt sich der Weg zu gestern, ist ja auch das gleiche Tal. Es geht wieder am Fluss entlang und immer mal kleinere Hügelchen rauf und wieder runter. Kurz vor der alten Samenhütte kommt man sehr nahe an den Fluss heran und man sieht, wie stark die Strömung des Flusses doch ist. Nach der Samenhütte geht es einen kleinen Anstieg hoch und dann über eine Brücke über den nun reißenden Fluss. Ich muss mich ungefähr wieder auf der Höhe von Abisko befinden, denn nun gibt es wieder kleine Birken und richtige Waldstücke. Genau nach der Brücke geht auch so ein Waldstück los. Das muss ich nun durchqueren, in der Mitte etwas befindet sich die Kaitumjaurehütte. Der Weg ist eng, das ist man gar nicht mehr so gewohnt, auch geht es über Wurzeln und Steine. Aber irgendwann kommt die Hütte, die einen wundervollen Blick auf den Kaitumjaure hat.

Der Tag ist noch früh und so entscheide ich mich, auch wegen der Masse an Mücken, eine Nacht in der Hütte zu verbringen. Melde mich also beim Stugvärd an und der erzählt mir, dass man hier in der Gegend Elchen begegnen könne. Er verrät mir auch noch eine kleine Route, die ich gehen könnte und bei der die Wahrscheinlichkeit hoch sei, auf einen Elch zu treffen. Gesagt, getan. Vorher verdrücke ich mir aber noch schnell einen Milchreis mit Apfel, Zimt und Plaume, dann gehe ich los. Die Route ist wunderschön und ich kam zu dem Fluss, den ich vorher überquert habe. Die Sonne zeigt sich, und der Kaitumjaure zeigt sich in seiner ganzen Pracht. Der reißende Fluss ist ein richtiges Wildwassser und ich folge ihm bis zu seiner Mündung in den See. Ab dort beginnt eine kleiner Sumpf. Hier, so sagte man mir, seien immer Elche unterwegs. Leider sehe keinen, und so gehe ich dann irgendwann wieder zurück.

Der Abend ist wunderbar. Zuerst wasche ich mich unter Qualen an der Waschstelle (die Mücken sind besonders an meinem Blut interessiert), danach gibt es Nudeln Napoli und ich sitze noch lange in der Küche und unterhalte mich mit anderen Wanderern. Zwei Deutsche, drei Schweden und zwei Franzosen sind mit mit gemeinsam in der Hütte.

Tag 7 | Kungsleden | Kaitumjaure bis Teusajaure

Der Morgen ist entspannt, schließlich schlafe ich in der Hütte und nicht im Zelt, das bedeutet ausschlafen. Doch diesmal hätte es sich gelohnt, eher aufzustehen. Als ich mit meiner Zahnbürste bewaffnet aus der Hütte trete, kommt mir meine Bettnachbarin entgegen (erst war ich allein im Zimmer, doch wegen einer Magen-Darm Erkrankung des Franzosen wurde mir noch jemand auf das Zimmer gelegt)   und die berichtet von einem Elch, den sie von der Hütte aus gesehen hat. Ich schaue natürlich gleich nach, aber der Elch hat sich schon wieder in die Weiten des Tales zurückgezogen. Die Strecke bis Teusajaure soll nur ca. 9 km lang sein, und so frühstücke ich ausgedehnt Rührei und Zwiebeln (meine letzte Packung). Nachdem ich meine Sachen ordentlich gepackt habe, gehe ich bei sehr gutem Wetter los. Mit mir unterwegs ist Madeleine, die mir vom Elch berichtete. Es geht zuerst durch den kleinen Wald bis wir zur Überquerung des Flusses kommen.

Nach dem Fluss geht es bergauf auf eine Hochebene, auf der es sogar etwas nieselt. Diese Hochebene zieht sich lange hin, aber ich entdecke eine Art Lemminge, die sich plötzlich vor mir aufstellen und sofort wieder verschwinden. Dieses Kahlfjell zieht sich gefühlt sehr lange hin und man sieht so gut wie nichts von der Umgebung, da sich auch noch etwas Nebel hinzugesellt. Aber alle Mühen sind nicht umsonst, denn am Ende erschlägt es einen fast. Der Teusajaure. Man kommt am Kopf des Wasserfalls an (sagt man das so?), von wo aus man eine wunderbare Sicht auf den Teusajaure hat. Am Fuße des Wasserfalls ist die Teusajaurehütte, mein Ziel für den Tag. Leider liegt die Hütte noch im Nationalpark, so dass hier eine Zeltgebühr fällig wird, aber es sollte sich lohnen.

Nach dem gewaltigen Abstieg, der wirklich nicht zu unterschätzen ist, kommt man am breiten Uferstück des Teusajaure und der Teusajaurehütte heraus. Am Stugvärdhäuschen vorbei bis zum Strand sind es ca. 70 m. Ich bin fast der Erste, zumindest der Erste, der mit Zelt ankommt. Ich baue es mit Blick auf den See unweit des Ufers auf, und dann passiert es auch schon, die Sonne zeigt sich in ihrer ganzen Pracht. Der beste Abend beginnt. Madeleine trudelt etwas später ein als ich, und wir genießen erst einmal die Sonne. Später wird es dann richtig voll, immer mehr Leute kommen und manche sind schon über den See gerudert. Ich vereinbare mit dem Stugvärd, dass er mich am nächsten Tag 9 Uhr mit dem Boot übersetzt. Dann gehe ich mit zwei Schweden, die ungefähr mein Alter sind, im Teusajaure baden. Ist kalt, aber bei der Sonne einfach zu empfehlen. Der Stugvärd unterbricht aber unser Sonnenbad, denn ein Hubschrauber kündigt sich an. Jemand hat sich auf dem letzten, dem steilen, Stück des Weges verletzt und wird nun abgeholt. Ich soll mein Zelt sichern. Nach dem Hubschrauber kehrt wieder Ruhe ein und der Abend nähert sich, und auch der Hunger. Gerade kochen wir alle in der Hütte unser Essen, da kommt der Stugvärd mit ein paar selbst gefangenen und selbst geräucherten Fischen, die er uns einfach schenkt. Der Stugvärd und dessen Frau sind mittlerweile das zehnte Jahr an der Hütte und dieses wird wahrscheinlich ihr letztes sein. Es ist einfach zu anstrengend, nach der Saison mit dem gesamten Sachen durch meterhohen Schnee nach Vakkotavare zu laufen. Beide haben auch schon ein stattliches Alter erreicht und es sicherlich verdient, aufzuhören, aber, so sagt mir der Stugvärd, das haben sie auch letztes Jahr gesagt und es zog sie wieder her. Nach dem Genuss der leckeren Fische zieht es mich noch auf eine kleine Erkundungstour, und so breche ich im Abendschein der kaum untergehenden Sonne noch mal zu einer kleinen Runde auf.

Tag 8 | Kungsleden | Teusajaure bis Vakkotavare

Ich erwache gegen 7:30 Uhr. Aus noch ungeklärten Gründen packe ich gleich mein Zelt zusammen, vermutlich will ich mein Bootstransfer nicht verpassen. Als ich mein Frühstück gemeinsam mit den anderen in der Hütte zubereite, fängt es plötzlich wie aus Eimern an zu regnen. Meine beiden Freunde vom baden haben einen Bootstransfer um 8 Uhr bestellt und nun das große Los gezogen. Es regnet immer noch und das Boot ist schon auf dem Rückweg. Doch 8:50 hört es auf und die Wolken verschwinden so schnell wie sie gekommen sind. Ich habe Glück, hatte ich doch schon meine Regenkleidung angelegt. Ich lasse sie auch erstmal an und setze mit einigen anderen über. Kein Regen. Also wechsle ich die Kleidung wieder und es geht los, die letzte Etappe auf dem Kungsleden. Es geht wieder durch ein kleines Waldstück einen Hügel hinauf. Auf der Karte ist zu erkennen, dass es wieder ein Plateau zu überqueren gilt. Am Beginn des Plateaus hat man nochmals eine wunderbare Sicht auf die Teusajaurehütte und den Wasserfall dahinter. Nach kurzer Zeit erreicht man an ein alten Bachlauf, den man etwas abwärts über eine Brücke überqueren kann. Überraschung, die Brücke wird gerade von zwei Arbeitern mittels eines kleinen Baggers befestigt und ich passiere. Schon komisch, wie sie den Bagger hier herbekommen haben. Nach einer kurzen Rast am Flusslauf gehe ich weiter auf dem Kungsleden und schon lüftet sich das Geheimnis um den Bagger. Ein Helikopter kommt geflogen, hängt den Bagger ein und verschwindet wieder. Die zwei Bauarbeiter machen sich auf in Richtung Teusajaure. Es beginnt wieder leicht zu regnen, das aber nur von kurzer Dauer und es ist nicht nötig, meine Sachen nochmals zu wechseln.

Am höchsten Punkt des Plateaus ändert sich die Landschaft. Wo es vorher kaum Steine gab sind nun jede Menge Steine und nicht zu kleine. Auch hat man nun eine wunderbare sich auf „Akka“ im Sarek. Weit ist es nun nicht mehr bis nach Vakkotavare, wo es, man höre und staune, eine Straße geben soll. Ich mache keine Fotos vom letzen Stück, obwohl gerade das interessant wäre. Hier geht es durch eine schöne Steinlandschaft bis hin zum letzten Kilometer, der steil nach unten führt.

Der Bus nach Saltoluokta fährt bald und den will ich nicht verpassen. Dann ist es geschafft, ich bin in Vakkotavare angekommen. Zunächst erfahre ich, dass der Bus in einer halben Stunde kommt, dann treffe ich auch Madeleine und die beiden Jungs wieder. Um die Wartezeit zu überbrücken, gönne ich mit eine Dose Coca Cola, neben Schokolade und Marmelade in Alesjaure das einzige, was ich mir auf dem Weg gekauft habe. Hier endet erst einmal der Kungsleden, denn die nächsten 32 km legt man mit dem Bus auf der Straße zurück. Der auch kommt und für 58 SEK (muss bar bezahlt werden, das Gerät funktioniert nicht) bringt er mich zum Bootsanleger Kebnats. Hier werden wieder 55 SEK für den Bootstransfer nach Saltoluokta fällig.

In Saltoluokta verbringe ich noch zwei extra Tage. An einem will ich eine kleine Kanutour machen und an dem anderen den Lulep Girkau, einen Berg mit 1137m Höhe besteigen. Ich bezahle für drei Nächte auf dem Zeltplatz in Saltoluokta. Hier gibt es im Shop alles, was man sich nur vorstellen kann.


14 Kommentare

Alex · 27. Februar 2013 um 17:42

Hiho Felix,
sehr interessanter Bericht! Auch die Fotos find ich Klasse. Vermitteln einen gewissen Eindruck. Warst Du tatsächlich alleine unterwegs? Respekt. Wie hast Du das mit der Verpflegung gemacht? Überwiegend Farmers Food dabei gehabt? Da gibt es ja auch einige Anbieter. Was hältst Du von Travellunch?
Wir wollen dieses Jahr nach auch in die Gegend: Kebnekaise, Abisko und weiter nach Norwegen. Allerdings in einer Mischung aus Tages- und Mehrtagestour. Sind Skandinavien-Neulinge.
Ich bin schon sehr auf Deine weiteren Berichte gespannt.
cheers
Alex

    Nordtrekking · 27. Februar 2013 um 20:04

    Hej Alex, freut mich das es dir gefällt. Ich fahr dieses Jahr auch wieder hoch, diesmal von Salto nach Jäkkvikk plus Sarek.
    Ja ich war ganz alleine unterwegs, da hab ich schon aufgepasst das ich keine waghalsigen „Exkursionen“ gemacht habe. Ernährt habe ich mich tatsächlich nur von Farmers Outdoor und ein wenig Globetrotter Lunche (aus einem Abverkauf), geschmeckt hat nicht alles. Da ich auch noch Vegetarier bin fällt schon mal vieles weg aber was wirklich gut war, war Ei mit Zwiebeln (weiß nicht mehr von welchem Hersteller) zum Frühstück oder auch jegliches Nudelgericht. Sonst hatte ich mir noch Müslipackungen mit Milchpulver (selbst zusammengestellt und vakuumverpackt) gemacht die ich dann einfach mit Wasser anrühren musste. Neben den obligatorischen Süßigkeiten habe ich sonst nichts weiter mitgenommen. Ich hätte aber nicht soviel mitnehmen müssen, an jeder zweiten Hütte kann man sich auch was kaufen, ist dann aber teurer als das mitgebrachte, muss es aber auch nicht mit rumschleppen. Ich denke wenn ich nur Tagestouren und Mehrtagestouren machen wollt dann reicht für jeden zwei bis drei Packungen als Reserve.
    Freu mich auch auf euren Bericht. Wenn du noch fragen hast…einfach stellen. Vielleicht sieht man sich da oben mal 🙂
    Felix

    Alex · 1. März 2013 um 09:16

    Hiho Felix,
    war das Dein erstes mal alleine auf Nordtour? Wie waren die Leute, denen Du begegnet bist?
    Wir werden wohl ein paar Päckchen mitnehmen, was das Outdoor-Essen angeht.
    Bisher haben wir nicht all zuviel davon probiert. Karo ist ebenfalls Vegi und ihr hatte das Gemüserisotto von Travel-Lunch gut geschmeckt. Mit ein wenig Salz und Pfeffer wird das schon. 🙂
    Sag mal: Wie weit ist es denn genau von Abisko zur Abiskojaurehütte? Ist für eine Tagestour evtl. zu weit. Obwohl, es ist ja im Juli lange hell.
    Ich denke, mit weiteren Fragen werde ich Dich eher per E-Mail behelligen. Da kommen sicherlich noch einige, wie: Was war Dein Mückenschutzspezialrezept? 😉
    cheers
    Alex

      Nordtrekking · 1. März 2013 um 13:52

      Hej Alex, ja das war mein erstes mal alleine auf Nordtour. Man trifft dort aus allen möglichen Ländern Leute, meist auf den Hütten. Man kommt leicht ins Gespäch und erfährt auch einige Tipps z.B. zum Thema Mückenschutz 🙂 Wenn ihr auf einer Hütte schlaft dann könnt ihr euch eine Cola (oä) Dose zu einem Mückenschutz umbauen, das funktioniert aber nur mit solchen blauen Sterminio Blättchen die es im ICA oder an der Tankstelle gibt. Foto schick ich dir per mail dann kannst du dir das besser vorstellen. Wie gesagt funktioniert am besten in geschlossenen Räumen, sollte aber auch im Zelt möglich sein.
      Ansonsten hatte ich MYGGA (direkt in Schweden gekauft) dabei, ist zwar mit DEET aber das ist irgendwie das einzige was wirklich hilft. Zusäzlich hatte ich noch hochdosierte Vitamin B1 Tabletten dabei (zwei wochen vorher anfangen und der Pegel im körper sollte hoch genug sein um die Mücken zu vertreiben). Ob das allerdings funktioniert hat weiß ich nicht, mann muss täglich eine Tablette einnehmen, manchmal hab ich die auch vergessen. Wenn du mehr wissen möchtest schick ich dir das auch gerne per Mail.
      Von Abisko bis Abiskojaurehütte sind es ca. 15 Km und man braucht geübt 4 Stunden und ungeübt vielleicht 5 Stunden und ich denke das sollte man als Tagestour (hin und zurück) schaffen, du hast recht, dunkel wird eh nicht richtig. Du kannst dir auch die GPS Daten von meiner Reisebericht Übersichtsseite runterlasen zu der Tour, vielleicht hilft dir das ja ein wenig mehr. GPS Daten findest du hier
      Meine E-Mail adresse hast du? kannst gerne Fragen stellen. 🙂
      Felix

Timon · 6. März 2016 um 21:33

Hi,
wir planen zu zweit eine Tour von Abisko nach Vakkotavare im Juni. Wir haben nur ein Problem den Nachtzug von Stockholm nach Abisko, also Richtung Narvik, zu buchen. Es gibt so viele Anbieter und man steigt da auch nicht ganz durch. Wie hast du den deinen Nachtzug gebucht? Hast du einen Tipp für uns vielleicht in Richtung Interrail, ob das ggf Sinn machen würde?
Dein Bericht ist schon mal eine große Hilfe in vielen Dingen und lässt die Vorfreude steigen! 🙂
Timon

    Nordtrekking · 6. März 2016 um 22:22

    Hi Timon, schön das ihr das vorhabt ist echt lohnenswert da oben, plant auch extra Sachen ein wenn ihr noch was unternehmen wollt oder so. Gebucht habe ich den Nachtzug direkt bei sj.se die haben auch eine englische version und dann habe ich Start und Ziel eingegeben und mit den „Night Train“ rausgesucht (16:22 oder so fährt der los). Ziel ist übrigens Abisko turiststation !
    Interrail kann ich mich erinnern das ich damals auch danach geschaut habe aber hat wohl kein Sinn gemacht bei mir zumindest, war ja nur die eine Fahrt. Es kostet Glaube ich auch nicht viel wenn ihr bis gällivare oder Kiruna fliegt, manchmal gibt es da gute Angebote.
    Vg Felix

Aurora · 30. Juni 2016 um 23:51

Hallo 🙂
Ich plane mit meinem Freund diesen August den Kungsleden zu wandern…
Aber wie sieht es aus mit dem Essen.. wie viel ist sinvoll selbst vor ort zu kaufen und mit zu nehmen und wie viel kann man Kaufen auf dem Weg selbst?
Liebe Grüße

    Nordtrekking · 11. Juli 2016 um 18:59

    Hi Aurora,
    das kommt ganz drauf an wie lange ihr unterwegs seit. Prinzipiell kann man ungefähr an jeder 2-3 Hütte etwas kaufen (teuer meist) also wenn man wenig mitnehmen möchte dann reicht essen für 3-4 Tage ungefähr.

Nico · 3. April 2017 um 19:31

Hallo Felix,
ich plane, den nördlichen Teil des Kungsleden von Absiko nach Nikkaluokta mit dem Zelt zu wandern und
hatte dafür an die Zeit vom 27.05.-10.06. gedacht, mit Aufenthalt in Stockholm.
Nu weiß ich nicht genau, ob dass noch zu früh ist und die Wege noch zu verschneit sind, oder zu matschig von der Schneeschmelze,
bzw. ob die Busse von Nikkaluokta nach Kiruna schon fahren. Zu welcher Jahreszeit bist Du denn dort gewesen?
Vielleicht kannst Du mir da einen Tip geben
viele Grüße
Nico

    Nordtrekking · 4. April 2017 um 20:21

    Hallo Nico,
    ich war im Juli August dort. Ich denke das du in deinem Zeitraum noch Schnee finden wirst und das bestimmt nicht zu knapp. Mai Juni ist in den Hochlagen dort ungefähr die Schneeschmelze (zu ende). Matschig wird es so oder so 😉
    Bei den Bussen musst du dich mal auf der Schwedenischen Seite durchsuchen die haben da einen Sommerfahrplan und Winterfahrplan der sich auch immer ändert jährlich glaube ich. Norbotten Traffic ist das Unternehmen, findest du schon.
    lg, Felix

Silke · 2. Juli 2017 um 17:26

Hallo Felix,
dein Bericht ist wirklich sehr gelungen, informativ, tolle Bilder und schön zu lesen. Danke dafür! Wir laufen dieses Jahr dieselbe Strecke (allerdings übernachten wir in Hütten) und vielleicht kannst du mir ein paar Fragen beantworten:
Wann warst du denn genau dort? Nach deinem Bericht würde ich denken, dass es gar nicht voll war, wir sind etwas besorgt, dass wir in den Hütten auch Platz finden. Verrätst du mir dein Mückenrezept? Weiter oben steht was von Cola-Dosa, aber damit kann ich noch nichts anfangen. Würde nachts ein Mückennetz helfen oder kann man das eh nicrgendwo aufhängen? Haben dir die Regenhülle und Regenzeug gereicht? Wir denken noch über einen Poncho nach. Schafft man die letzte Etappe nach Vakkotavare gut, um den Bus noch zu erreichen?
Liebe Grüße
Silke

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