Wasser ist lebensnotwendig! Das wissen allen, doch wie kommt man an brauchbares Trinkwasser? Seit gut einem Jahr (2013) bin ich nun schon auf der Suche nach einem geeignetem System um Wasser zu filtern und als Trinkwasser zu nutzen. Natürlich mit Trekking-Kompatiblen Eigenschaften. Für die geplante Reise von gut 7 Wochen in Schweden und Norwegen 2014 habe ich nun etwas ganz besonderes gefunden und gleich zugeschlagen.

Der Sawyer Mini Wasserfilter.

Meine bisherige Auswahl an Wasserfilter beschränkte sich auf den MSR Miniworks EX, den Platypus Gravity Works 2L und einen SteriPen Ultra welcher UV Licht verwendet. Meine kalkulierten Ausgaben lagen deshalb bei ca. 100 € und das machte die Auswahl dann auch sehr schwierig, denn jeder Filter hat andere Vor und Nachteile. Der Platypus Filter reicht beispielsweise nur für ca. 1500 Liter braucht dafür aber kein Strom und man kann ihn einfach aufhängen und er erledigt die Arbeit. Der SteriPen hingegen reicht für 8000 Anwendungen, benötigt Strom und man muss jede 90 sekündige Anwendung (für 1 Liter) per Hand durchführen. Zudem muss das Wasser vorher gefiltert werden dafür wirkt er aber auch gegen Viren. Der MSR ist bei vielen im Einsatz und schon lange erprobt. Der Reinigungsaufwand ist groß und Ersatzfilter kosten gute 50 €. Vom Gewicht fange ich gar nicht erst an. Das passende hab ich nicht gefunden bzw. es ist mir einfach zu teuer für die gebotene Leistung.

Doch wie der Zufall es so will, kurz vor einer Entscheidung, bekomme ich einen guten Tipp. Der Sawyer Mini. Ein Wasserfilter einer neuen Generation. Ideal fürs Trekking und alle die Ultralight mögen. Die Recherchierten Daten klingen fantastisch. Nur 65 Gramm schwer, gerade mal so groß wie eine kleine Hand, leichte Bedienung, leichte Reinigung und 0,1 Mikrometer Porengröße (alle anderen Filter hatten lediglich 0,2 bis 0,3). Das beste ist aber sein Preis von weniger als 40 € und seine Leistung von, vom Hersteller garantierten, 378540 Liter (sagen wir 350.000 Liter), das sollte ausreichen für die nächsten Jahre (und das tut es bis heute). Im knappen Lieferumfang befindet sich die Reinigunsspritze, ein kleines Schlauchstück, ein kleine Faltflasche und natürlich der Filter. Besonders praktisch er passt auch an alle handelsüblichen PET Flaschen mit Schraubverschluss und kann so einfach verwendet werden auch mit einer gefundenen Flasche.

Wie sich der Sawyer Mini Wasserfilter bei Trekking, Kanutrekking und im normalen Reisealltag schlagen wird und ob die Bedienung wirklich so einfach ist wird sich hoffentlich in dem ausgedehnten Feldtest zeigen. Für ganze 7 Wochen ist das die einzige geplante Wasserversorgung. Der kleine Filter muss also funktionieren.

Update 2022: Ich habe den Wasserfilter nun schon seit einigen Jahren im Einsatz. Immer mal sporadisch wo ich ihn nötig habe, auf Touren und auch mal zu Demonstrationszwecken für „Pfützenwasser“. Er hat mich nie enttäuscht und immer zuverlässig mit Trinkwasser versorgt wo es nötig war. Die Größe und leichte Handhabung sind dabei ausschlaggebend das ich ihn oft dabei habe.


5 Kommentare

Kk · 11. Juli 2014 um 07:15

Ein kleiner Tipp: wenn man bei Amazon.com bestellt, kostet der Sawyer Mini inkl. Versandkosten etc. gerade mal 21 € !
Meiner ist gerade auf dem Weg zu mir.

    Nordtrekking · 11. Juli 2014 um 16:54

    Danke für den Hinweis, ich hab nur bei Amazon.de geschaut und löhnt man knapp 40.

Sarah Lorenz · 11. Juli 2014 um 09:50

Ui cool, das klingt ja wirklich genial – Das wäre definitiv auch etwas tolles für unsere Wanderung. Gerade, wenn der wirklich so lange hält, denn den Tieren will ich auch ungerne schmutziges Wasser anbieten. Ich bin sehr gespannt auf deinen Bericht!

    Nordtrekking · 11. Juli 2014 um 16:56

    Hi Sarah, ich bin auch schon sehr gespannt. Gerade die riesige Menge an Wasser klingt erstmal unglaublich, es wird sich zeigen.
    Trinken die Tiere nicht gerne aus Pfützen 😉
    Als erstes werde ich übrigens Gerawasser filtern… und dann trinken. Wenn ich krank werde wissen wir bescheid 😉
    Viele Grüße, Felix

Juergen Meisel · 12. Januar 2016 um 10:36

gibt’s schon Erfahrung im Outdooreinsatz??

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