Paddeln im Spreewald | Einsamkeit und Natur inmitten Deutschlands

Wer in Deutschland nach Einsamkeit und Natur sucht der muss manchmal gar nicht so lange suchen. Ich war für ein paar wunderbare Tage im Spreewald mit dem eigenen Gumotex Boot und wollte dort das reichhaltige (in fast jeder Hinsicht) Wasserwegenetz erkunden. Für ein verlängertes Wochenende genau das richtige um sich mal so richtig zu entspannen, treiben zu lassen und die Natur zu genießen. Zwei Touren habe ich weiter unten genauer beschrieben.

Mit dem eigenen Boot im Spreewald

Im Spreewald gibt es Kanu- und Bootsverleihe wie Strandkörbe am Meer. Überall kann man für einen guten Tagespreis ein „vernünftiges“ Kajak oder Kanu bekommen. Einziges Manko dabei sind die Öffnungszeiten und manchmal muss man sich sogar anstellen oder reservieren. Das eigene Boot ist also nicht nur von der Einsatzstelle sehr variabel sondern auch von der Zeit in der man gerne paddeln möchte. Jedoch muss das eigene Boot eine Kennzeichnung haben, sprich einen Namen. Glücklicherweise ist dafür kein Behördengang nötig und man kann das relativ problemlos zu Hause machen. Ein Zettel mit Adresse des Bootseigentümers muss sich im zudem noch im inneren des Bootes befinden. Wenn das alles geschehen ist kann es eigentlich schon losgehen.

Einsatzstelle für ein eigenes Boot

So richtige öffentliche Einsatzstellen habe ich nicht gefunden aber es gibt genügend Zugänge zum Wasser die man schnell mal nutzen kann um sein Boot ins Wasser zu lassen. Sicherlich kann man vielleicht auch bei den Bootsverleihern nachfragen ob man deren teilweise komfortablem Slip-Stellen nutzen kann, wenn man ein besonders schweres oder unhandliches Boot hat. Mit meinem Gumotex Palava bin ich glücklicherweise äußerst flexibel. Eingesetzt habe ich an einer kleinen Stelle inmitten von Kleingärten. Genaueres findet man auf dem GPS-Track weiter unten. Kurz gesagt, man findet schon was.

Karte und GPS

Ohne Karte oder GPS geht es auf diesem sehr verzweigtem Wasserwegenetz nicht. Nicht alle Kanäle und Wasserstraßen sind befahrbar (deutlich am Eingang zum Wasserweg gekennzeichnet). Oftmals gibt es weitreichende Verzweigungen die nur spärlich beschildert sind. Sowieso gibt es keine richtige (einheitliche) Beschilderung und wenn dann nur auf einigen wenigen Hauptrouten.

Ich habe wieder mein eTrex 30 dafür verwendet. In Vorbereitung habe ich mir einige Routen am Computer zurecht gebastelt und sie dann auf das GPS geladen. Auf dem Wasser konnte ich dann aber schnell umentscheiden und nachsehen ob der Wasserweg (welcher manchmal interessanter aussieht) auch ans Ziel führt. So kann man galant dem Paddel- und Kahntrubel entgehen und weniger populär befahrenen Wasserstraßen nutzen.

Tour 1 – Von Lübbenau nach Leipe

Die erste Tour führt durch die recht typischen Spreewaldkanäle von Lübbenau nach Leipe und zurück. Hier sind viele Touristen unterwegs, man kann sich kleine Gärten schauen, Tiere beobachten und man begegnet vielen Spreewaldkänen. Besonders Empfehlenswert ist der Ort Lehde.

Zeit: 9 h (inkl. Pausen)

Fotos:

Tour 2 – Von Lübbenau in den Hochwald

Die zweite Tour beginnt auch wieder in Lübbenau und führt in den Hochwald des Spreewaldgebietes. Hier ist es streckenweise etwas einsamer und der große Touristenrummel bleibt aus. Hier findet man auch genügend kleinere Seitenarme um es etwas ruhiger zu haben oder ein Picknick zu machen.

Zeit: 8:30 h (inkl. Pausen)

Fotos:

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