Schneekopf | Silvester-Tour zum zweithöchsten Berg Thüringens

Auf dem Weg zum Schneekopf

Viele unternehmen gerne eine Neujahrswanderung, ich hingegen habe mich diesmal für eine kleine Silvester-Tour entscheiden. Ich war nicht alleine, die Idee hatten zufälligerweise auch andere. Trotzdem war es relativ leer und es gab zum Glück keine überfüllten Wege. Grund war aber auch der Schnee der zu diesem Zeitpunkt zum Glück noch reichhaltig lag. Die besten Schneeverhältnisse erhoffte ich mir auf dem Schneekopf, hier sollte der Name hoffentlich Programm sein. Es war auch eine Tour um meine neuen Wintergummistiefel auszuprobieren.

Der zweithöchste Berg Thüringens

Der höchste Berg Thüringens ist der Große Beerberg mit knapp 983 m Höhe. Jedoch ist eine Gipfelbesteigung so gut wie unmöglich da das gesamte Gipfelgebiet ein Naturschutzgebiet ist. Das sogenannte Beerbergmoor ist für Touristen gesperrt da es zur Zone 1, der Kernzone, des Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald gehört. Eine Besteigung ist nur mit spezieller Erlaubnis gestattet. Wer also über eine solche Erlaubnis nicht verfügt und dennoch auf den höchsten (möglichen) Punkt Thüringens kommen möchte, sollte sich den Schneekopf anschauen.

Die Wanderung zum Schneekopf

Der Schneekopf ragt 978 Meter in die Höhe und ist leicht zu erreichen. Am besten nutzt man den Wandererparkplatz gleich hinter der Ortschaft Gehlberg. Vom kostenfreien Parkplatz folgt man den Schildern Richtung Schneekopf. Der Weg führt zuerst etwas oberhalb der Straße durch den Wald. Die Autos stören jedoch nicht. Nach knapp 1,5 km kommt man an einen weiteren kleinen Parkplatz mit Unterstand. Von hier an ist der Gipfelweg zum Schneekopf ausgeschildert. Diesen kann ich auch nur empfehlen. Man folgt dem kleinen roten Dreieck direkt durch den Wald. Fortlaufend wird der Weg schmaler und man kommt an der Teufelskanzel vorbei. Von hier hat man, ohne Nebel, bestimmt eine gute Aussicht. Jetzt ist es auch nicht mehr weit bis zum Gipfel des Schneekopfes. Es geht nocheinmal steil bergauf und man kann schon den ehemaligen Militärturm erkennen. Wer mehr über die interessante Geschichte erfahren möchte sollte einmal hier (momentan in Bearbeitung) vorbeischauen. Interessant ist u.a. das es einen Plan gab den Schneekopf auf 1000 Meter aufzuschütten und ihn damit zum einzigen 1000er in Thüringen zu machen.

Auf dem Schneekopf selbst war es leider so neblig das man fast gar nichts gesehen hat. Die Hütte (auch mit Übernachtungen) hat an Wochentagen 10-17 Uhr geöffnet und am Wochenende bis 19 Uhr. Der Aussichtsturm des Schneekopfes ist gleichzeitig eine Kletterwand. Der Wind pfeift sehr stark und es gibt sogar kleine Schneeverwehungen, richtig winterlich also. Für den Rückweg habe ich auf  meinem GPS einen kürzeren Weg gefunden. Dieser wurde noch an diesem Tag noch nicht beschritten und so dauerte der Rückweg zum Auto nicht allzulange.

Die wichtigsten Daten im Überblick

Ausgangsort: Gehlberg (Wandererparkplatz direkt nach dem Ort, kostenfrei)

Länge der Tour: 6,7 km

Zeit: 2,4 Stunden (inklusive kleiner Pause auf dem Schneekopf)

Webcam: Hier

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