Kanu | Planung meiner ersten Kanutour in Schweden

Trekkingtouren in Schweden habe ich bereits zu genüge geplant und einiges an Erfahrung sammeln könnten. Doch dieses Jahr steht neben einer Trekkingtour in der Hardangavidda auch eine Kanutour im schwedischen Dalsland an. Birgt so eine Kanutour neue Herausforderung bei der Planung? Wird neue Ausrüstung benötigt? Wie stark ist die Mückenbelastung? Wie viel Essen wird benötigt? Und überhaupt, passt alles ins Auto?

Ich weiß schon, dass man auf einer Bootstour mehr mitnehmen kann als auf einer Trekkingtour. Schließlich trägt das Boot die komplette Ausrüstung. Das ist gut, da man es sich am Abend im Camp gemütlich machen will und mal ein Tarp oder eine Hängematte aufspannen möchte. An Ausrüstung benötigte ich nur einige große, wasserdichte Säcke. Zudem habe ich mir eine Curtec Tonne in 26 L besorgt. Ideal für zum Beispiel Nahrungsmittel oder auch als Sitzgelegenheit. Aber das sind alles nur Nebenbei-Fragen. Hauptsächlich ist für eine Planung wichtig zu wissen,  wie viel Kilometer schafft man an einem Tag im Kanu.

Vorbereitung

Für solche und andere Fragen habe ich mir den Kanu-Kompass für Südschweden gekauft. Hier sind nicht nur allgemeine Dinge beschrieben, sondern auch sehr viele Tourenvorschläge für Südschweden aufgezeigt. Da ich ungefähr wusste, dass es in Richtung Dalsland gehen sollte, habe ich mir die Tour 9 (Dalsland) genauer angeschaut. Dort werden für 7 Tage eine 120 km Route vorgeschlagen. Auf dem großen Seensystem ist alles miteinander verbunden, deshalb kann man Tage lange paddeln und sieht immer Neues. Ich habe für knapp 10 Tage ein Tour von 140 km geplant mit mehreren Optionen zum Verlängern und zum Abkürzen. Für die geplanten 9 Tage Fahrtzeit sind das ca. 15 km pro Tag.

Die Route

Screenshot 2014-07-26 12.41.18Startpunkt der Tour ist Fölsbyn ganz in der Nähe von Arjäng. Dort versuche ich gegen eine kleine Gebühr das Auto bei jmd. „sicher“ abzustellen.

Von Fölsbyn geht es über den Foxen Richtung Lennartsfors auf den Lelång. Dieser wird ganz nach unten gepaddelt bis Bengtsfors. Von Bengtsfors geht es wieder ein kleines Stück den Lenlång entlang zurück. Laut Karte könnte man bei Kråkviken umtragen auf den Västra Silen. Da ich aber nicht umtragen will, geht es das ganze Stück nach Gustavsfors zurück. Dort kann man bequem auf den Västra Silen wechseln. Nun steht die Option auch noch den Östra Silen zu befahren oder nicht. Danach geht es Richtung Norden, wo der Endpunkt Arjäng wartet. Moment … der „mögliche“ Endpunkt. Ist noch Zeit oder will ich die gute 6 km nicht nach Fölsbyn laufen, besteht auch die Möglichkeit wieder über Gustavsfors auf den Lelång zu wechseln und dann über ein kleineres Seensystem bei Töresbyn nach Fölsbyn zu kommen. Laut Karte sei das möglich. (Hier meine Tour )

Kartenmaterial

Zur Planung der Route habe ich hauptsächlich die Online Karte von hitta.se benutzt. Dort findet man sehr detaillierte Ansichten und Satellitenbilder. Ob dann aber kleinere Flüsse so befahrbar sind, wie man das vielleicht nach einem Kartenstudium denkt, steht noch in den Sternen.

Als Papierkarte versuche ich noch die Terrrängkartan 597 Arjäng im Maßstab 1:50.000 zu bekommen. Die sonst so zuverlässige Geobuchhandlung aus Kiel hatte die Karte leider nicht auf Vorrat.

Auf dem GPS Gerät benutze ich die Freizeitkarte von Schweden (OSM). Auch eine sehr detaillierte Karte mit POI und vielen weiteren hilfreichen Informationen. Zudem habe ich mir alle DANO Hütten und andere Schutzunterkünfte als Wegpunkte markiert.

3 Antworten

  1. Doris sagt:

    Das klingt ja spannend. Kanu gefahren bin ich noch nie (Ist das schwer?) es würde mich aber doch mal reizen mit einem Kanu/Boot oder ähnlichem auf einem Fluss fort zu bewegen. So sieht man auch jeden Tag was anderes und man ist ebenso frei wie mit dem Auto.

  2. Angelina sagt:

    Ja, das ist wirklich super!!!

  1. 04/11/2014

    […] im schwedischen Dalsland gemacht, mit dem eigenen Boot. Die geplante Route hatte ich bereits hier vorgestellt doch es kam mal wieder ganz […]

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