Norwegen | Tourenplanung durch die Hardangavidda

Detailplanung. Dabei hilft das gute Digitale Material

Die Vorbereitung einer Trekkingtour umfasst auch eine möglichst gute Planung der Wegstrecke. Hat man nur 3 Tage Zeit und sich aber 300 km vorgenommen dann muss man ganz schön ackern damit man das auch schafft. Bei der Planung einer Route muss man auch bedenken wo man eventuell Nahrungsmittel und frisches Wasser her bekommt oder aber wo das nächste Notfalltelefon oder Siedlung ist. Zum Glück habe ich bereist ein wenig Erfahrung auf dem Kungsleden in Schweden sammeln können. Dieses Jahr geht es in die Hardangavidda in Norwegen. Ein Gebiet in dem ich noch nicht war. Wie ich bereits angekündigt habe ist dies nur ein kleiner Teil eines ganz großen Urlaubes. Der Wanderführer vom Conrad Stein Verlag dazu gefällt mir schon einmal ganz gut, gerade auch weil schon zwei Touren beschrieben sind. Besonders praktisch finde ich immer die Höhenprofile, so bekommt man schon mal einen Eindruck mit was man zu rechenen hat. Aufgefallen ist mir das das Höhenprofil bei der Nord-Süd Tour deutlich mehr schwankt als bei der West-Ost Tour. Auch die Beschreibungen des Autors spiegeln das wieder.

Für meine Persönliche Route durch die Hardangavidda habe ich dann einige Kriterien aufgestellt:

  • der Hardangerjokulen Gletscher sollte mit dabei sein
  • ein Rundkurs, so das ich am Auto wieder ende
  • keine Busstrecke
  • etwas vom steilen und schwierigerem Westen der Hardangervidda
  • etwas vom ruhigen Osten der Hardangervidda
  • Zeit: um die 10 Tage

Somit ist schnell klar das sich Røldal oder Haukeliseter nicht so gut als Ausgangspunkt machen, da sie im Süden der Hardangavidda sind. Die Auswahl fällt deshalb auf Liset, in der nähe von Eidfjord. Dort soll es Campingplatz und Hotels geben und einen tollen Wasserfall. Somit kann das Auto schon mal sicher abgestellt werden. Orientiert habe ich mich bei der Planung an den vorgeschlagenen Routen im Hardangavidda Reiseführer aus dem Conrad Stein Verlag. Hier wird einmal eine Nord-Süd und einmal eine West-Ost Durchquerung beschrieben.

Hardangervidda Route 2014Die Tourenplanung im Detail

Von Liset geht es Richtung Hedlo und dann Hadlaskard. Laut Streckenbeschreibung sind das ca. 10,5 Stunden.

Von dort geht es weiter Richtung Litlos, dem so genannten Wendepunkt. 6-7 Stunden, also eine Tagestour.

In Litlos geht es dann Richtung Besså und Sandhaug. Auch hier sind ca. 7 Stunden veranschlagt.

Bei Sandhaug bieten sich kleinere Touren am großen See an und es könnte auch ein schöner Ruhetag eingelegt werden. Je nach Wetter und Lust und Laune kann man auch entscheiden ob ein zusätzlicher Tag nicht genutzt werden sollte um nicht auf direktem Weg nach Rauhellern zu gehen sondern mit einem Abstecher über Lågaros.

Von Rauhellern aus geht es die kurzen 3 Stunden Richtung Heinster und dann weitere 3 Stunden nach Tuva.

Jetzt ändert sich wieder die Richtung und es geht auf fast direktem Weg Richtung Hardangerjokulen, dem Gletscher. 10 Stunden sind es insgesamt von Tuva bis zum Gletscher, also gut 1,5 Tage.

Der Hardangerjokulen soll dann südlich umrundet werden und entweder über Kieldebu oder einfach frei Schnauze wieder zurück nach Liset. Dafür sind weitere 2 Tage vorgesehen

Insgesamt kommt man dann auf 9-10 Tage. Je nachdem welche Abstecher und Umwege man sich erlaubt. Da auf der gesamten Tour im Zelt jeweils geschlafen werden soll, sind die Hütten des Norwegischen Touristenverbands (DNT) nur grobe Orientierungspunkte, gerade auch da sie auf der Karte verzeichnet sind. Hier eine kleine GPS-Planung mit Höhenprofil.

Kartenmaterial und Bücher

  • „Norwegen: Hardangervidda“, Conrad Stein Verlag  (ISBN:978-3-86686-412-2), ca. 15 €
  • Turkart 2677: Eidfjord 1:50.000, nordeca, 25,95 € (gekaufen bei Geobuchhandlung.de)
  • Turkart 2727: Rauhelleren 1:50.000, nordeca, 25,95 € (gekauft bei Geobuchhandlung.de)
  • Digitales Kartenmaterial von openstreetmap.org in Zusammenarbeit mit Garmin BaseCamp

Den Bericht zur Tour findet ihr HIER

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