Schwedenstory | Eine Nacht neben dem Ritterzelt

Zelten bei Nacht ist immernoch am Schönsten

Schweden, naja eigentlich ganz Skandinavien, gehören zu meinen Lieblingen. Jedes Jahr möchte ich erneut dort oben die grandiose Natur bestaunen sowie Land und Leute besser kennenlernen und natürlich auch vom „Jedermannsrecht“ Gebrauch machen. Das „Nordlandvirus“ hat mich wohl erwischt: Im Sommer 2012 mit einer Trekkingtour auf dem Kungsleden von Abisko nach Saltoloukta und im Sommer 2013 mit einer Tour von Saltoloukta nach Kvikkjokk mit dem beeindruckendem Sarek Nationalpark. Es sind aber nicht nur die Touren und die Natur, die mich immer wieder nach Schweden ziehen, sondern  auch die Menschen, die Begegnungen, die Beobachtungen und das Flair.

 

Drei Ärgernisse und ein Ritterzelt

Im Sommer 2012 hatte ich nach meiner Tour noch ein paar Tage in Luleå eingeplant, um die Stadt kennenzulernen und um etwas „ordentliches“ zu Essen. Nachdem das eine Hostel leider ausgebucht war, bin ich auf einen Campingplatz etwas außerhalb ausgewichen. Mein [highlight]erstes Ärgernis[/highlight]: es gab kein Rabatt mit meiner Karte vom Schwedischen Touristenverband (STF). Jedoch war der Platz mehr als in Ordnung. Um nicht die ganze Zeit am Campingplatz herumzulungern (schließlich ist Luleå ein sehr interessante Stadt), habe ich mir eine Buskarte gekauft, mit der ich 3 Tage umherfahren konnte. [highlight]Zweites Ärgernis[/highlight]: Der  Bus fuhr am Abend nicht mehr zu meinem Campingplatz, so dass ich das Gratis – Konzert in der Stadt nicht besuchen konnte. [highlight]Drittes Ärgernis[/highlight]: für die nächsten zwei Tage war Regen angesagt. Ich beschloss also, noch mir eine Plane für das Zelt zu kaufen, um so meine „Abside“ etwas zu vergrößern und zudem mein Zelt zu schützen. Die alten Schienen, die am Bahnmuseum endeten (das lag zum Glück gegenüber vom Campingplatz), gingen auf fast direktem Weg durch ein Gewerbegebiet hin zu einem riesigen Einkaufspark mit Coop Forum, ICA Maxi, Candy World und noch vielen tollen Geschäften mehr. Ein kleines Wunderland, wenn man vom Kungsleden kommt. Ein wenig erinnerte mich das an die USA. Nachdem ich mir einen leckeren Salat gegönnt hatte, stampfte ich in der Dämmerung über die Schienen zurück zum Zelt.
Dort sah ich dann die Überraschung: Ein [highlight]Ritterzelt[/highlight], es sah zumindest so aus, wie man das vielleicht aus Filmen kennt.  Ein viereckiges Zelt, hoch, in dunklem orange mit beige und grünem Rand. Es fehlten nur die Zacken bzw. Wimpel. Ein älteres Pärchen war gerade damit beschäftigt, eine Folie mit Klammern auf dem Dach zu befestigen. Mit dem Klammern sah es noch mehr wie ein Ritterzelt aus. Ich unterhielt mich mit ihnen und erfuhr, dass sie aus der Schweiz kommen und nun eine Rundreise durch Schweden und Norwegen machen. Nachdem wir unter anderem das Schweitzer Bankensystem besprochen hatten, half mir der Mann noch im Dunkeln meine Plane über dem Zelt aufzuspannen und das keinen Augenblick zu früh, denn es fing auch schon an zu regnen. Das war bislang meine einzige und erste Nacht neben einem Ritterzelt. Leider gibt es kein Bild von diesem Zelt.
Das Zelt ist gut geschützt

Das Zelt ist gut geschützt

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