OutdoorTestival | Überquerung der Brenta Dolomiten

Blauer Himmel

Beim diesjährigen SportScheck OutdoorTestival gab es eine reichhaltige Auswahl an Touren und Sportprogrammen. Neben anderen auch die „Überquerung der Brenta Dolomiten“. Schon der Name war toll gewählt und die Tour gab es auch nur an einem Tag. Etwas Besonderes? Ja, definitiv. Die Brenta Dolomiten ist vielleicht dem ein oder anderen Mountainbiker ein Begriff, aber auch zum Wandern lohnt sich ein Ausflug dorthin.

Samstag | Trekking – Überquerung der Brenta Dolomiten

Mein persönliches Highlight und auch eines der größten Touren beim Event. Komme ich doch aus dem Trekking-Bereich, da ist diese Tour ja schon ein kleines Muss. Im italienischen Gebirge war ich bislang noch nicht zum Trekking, somit war die Freude umso größer, dass SportScheck diese reizvolle Tour anbot. Bereits 8 Uhr begann die Tour. Zuerst allerdings zwei Stunden mit dem Reisebus über die sich doch windende Straße nach Madonna di Campiglio. Dabei hat sich auch meine Gesichtsfarbe hin zu blasseren Tönen verändert.

Die Tour in der Übersicht.

Die Gondelstation von Madonna di Campiglio liegt etwas außerhalb, so dass ich den Ort gar nicht gesehen habe. Immerhin waren wir schon auf einer Höhe von 1660 Metern. Aber es sollte noch höher gehen, nämlich auf bis zu 2450 Meter. Dort endete die Gondelbahn, der Anstieg war also geschafft. Mit „wir“ meine ich einmal die große Gruppe von 21 Personen, die sich entschlossen hatte, diese einmalige Tour an einem der schönsten Tage mitzumachen. Zum anderen auch zwei andere Blogger, die sich wie ich auch diese Tour nicht entgehen lassen wollten. Mit dabei waren Karolin (linaluftig.de) und Felix (hikeandbike.de). Nach den guten 25 Minuten Liftfahrt ging es kurz vor 11 Uhr los.

Im Winter ist die Landschaft mit Schnee überdeckt, Skifahrer und Snowboarder düsen den Hang hinab, in Madonna di Campiglio finden auch Weltcup-Rennen der Alpinen statt. Im Sommer aber bietet sich ein anderes Bild. Eine Steinlandschaft, durch die sich Wege ziehen. An fast jeder Stelle wird man förmlich dazu eingeladen, ein Foto der beeindruckenden Aussicht zu machen. Das merkte man auch an der Gruppe. Immer wieder wurden besonders schöne Stellen für ein Foto gesucht.

Der erste Teil des Weges war sehr leicht zu begehen. Es ging kaum bergauf und kaum bergab, dafür wurde man fast ständig mit neuen Aussichten und Panoramen belohnt. Unser Guide erzählte an wichtigen Punkten etwas zur Geschichte und Entstehung der Brenta Dolomiten.

Nach einer kleinen Rast ging es auf einen von der Sonne bestrahlten Hang, der zum größten Teil aus Steinen und Steinbrocken bestand. Ein mittelschweres Stück, wenn man nicht die geeignete Ausrüstung dabei hat. Festes Schuhwerk ist hier ein Mus, auch Trekkingstöcke sind ratsam. Am Ende des Steinfeldes hat man schon die beginnende Baumgrenze gesehen und zu unserem ersten Zielpunkt, der Hütte Malga Spora, war es auch nicht mehr weit.

Gegen 13:30 Uhr haben wir dann die Mittagshütte Malga Spora erreicht. Die Hütte liegt in einem kleinen Tal, in dem, so wie es aussieht, Viezucht betrieben wird. Ein großer Stall und eine funktionierende Milchanlage verrieten, dass hier noch Kühe gemolken werden. Ein paar Kinder hackten Holz, der Schäferhund wachte an der Leine und die Großmutter in der Küche erfüllte die Wünsche der Wanderer. Ein kleines Idyll mit herrlicher Aussicht. Von der Hütte gehen mehrere Wege ab, zum Beispiel kann man auch direkt nach Molveno wandern. Dazu muss man aber über einen Pass.

Nach einer guten halben Stunde ging es weiter und unser Guide führte uns auf den Weg Richtung Andalo. Bäume waren nun allgegenwärtig und auch eine kleine, beschauliche Kuhherde klingelte mit ihren Kuhglocken fröhlich in der Bergwelt umher. So stellt man sich das in den Bergen vor und genauso habe ich es erlebt.

Der Weg ging nun beständig bergab, erst durch einen Wald und dann auf einem schmalen Pfad unterhalb eines Berges entlang. Hier musste die Gruppe aufpassen, dass niemand den steilen Abhang hinunter rutscht. Dieser Teil war eher eben und endete an einer Straße. Von nun an ging es über die Straße und einige Waldwege konsequent bergab Richtung Andalo, Zielpunkt und Ende der Tour. Hier wartete auch wieder der Bus um die geschafften Beine der Wanderer zurück nach Molveno ins Basis Camp vom SportScheck OutdoorTestival zu fahren. Kurz vor 17 Uhr erreichten wir alle den Bus, der auf einer Höhe von 1022 Metern stand. Zusammengefasst sind das von den 2450 Meter zu Beginn rund 1428 Meter Abstieg gewesen. Eine ordentliche Leistung, die vor allem in den Beinen zu spüren war.

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Am letzten Tag vom SportScheck OutdoorTestival ging es auf den Cima Croz dell’Altissimo. Die Tour war jedoch etwas anders… Den Bericht gibt es bald. Mehr zur Region gibt es hier.

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5 Antworten

  1. Felix sagt:

    Felix, schöne Impressionen und Wörter, Felix

  2. Felix sagt:

    Felix, ein toller Bericht, komme immer wieder gerne vorbei. Hast du dein Fahrrad umgebaut? Felix

    • Ja hab’s teilweise umgebaut und letzte Woche schon mal getestet auf einer kleinen mehrtages Tour. Morgen hab ich mir den Fichtelberg im Erzgebirge vorgenommen, als Bergwertungen sozusagen 🙂

  1. 17/09/2013

    […] vor. Da habe ich einige tolle Fotos gemacht und es gibt selbstverständlich die GPS-Tracks dazu. (Brenta Dolomiten Überquerung gibt es hier schon) Wer möchte kann schon einmal bei den anderen Bloggern vorbeischauen, welche mit mir gemeinsam auf […]

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