Tourenvorbereitung Schweden (2) | Stromversorgung auf Trekking-Tour

Laden beim Zelten

Wer im medialen Zeitalter lebt – da leben wir ja alle – kann sich vor elektronischen Geräten meist nicht schützen. Es gibt sie überall, sogar auf einer einsamen Trekking Tour in den Weiten Lapplands. Aber was haben elektronische Geräte so an sich – sie brauchen Strom. Und was hat die Wildnis so an sich – keine Steckdosen jedenfalls. Für mich spielt die Stromversorgung auf Tour dieses Jahr eine wichtige Rolle, denn ich habe erstmals mein iPhone mit dabei und dieses lässt sich nicht so leicht mit AA Batterien beladen. Ich muss also mein System überarbeiten. Das habe ich getan.

Was führe ich an elektronischen Geräten mit?

  • Digital Kamera (benötigt 2 AA Batterien)
  • Stirnlampe (benötigt 3 AAA Batterien)
  • GPS Gerät (benötigt 2 AA Batterien)
  • iPhone 5 (benötigt enorm viel Energie, 1440 mAh)

Mein bisheriges System.

Bisher habe ich es einfach gehandhabt und hatte bis auf das iPhone die oben genannten Geräte dabei, plus ein altes Samsung Duos Mobiltelefon, bei dem der Akku eine Woche hielt. Das habe ich dann einfach bei Bedarf eingeschaltet. Alle anderen Geräte habe ich bequem mit wirklich sehr guten Lithium-Batterien betrieben. Genauer mit Ultimate-Lithium Batterien von Energizer. Diese Batterien sind unglaublich leicht und halten viel, viel länger als herkömmliche Alkaline Batterien oder Akkus (eine Landung jeweils). Davon habe ich zu Beginn der Tour in jedes Gerät frische Batterien eingelegt und zusätzlich noch 8 weitere AA und 6 weitere AAA Batterien als Reserve eingesteckt. So konnte ich sicher sein, dass ich jedes Gerät mindestens zweimal neu versorgen könnte und im Notfall das GPS-Gerät sogar viermal. Ein durchdachtes System also. Natürlich hatte es auch seine Schwächen. Die Lithium Batterien sind äußert teuer (4 Stück um die 6 €) und ich habe letztendlich zuviel mitgeschleppt. Das GPS-Gerät und die Kamera habe ich einmal mit neuem Saft versorgen müssen, das war es dann auch. Aber die Sicherheit hatte ich ja. Um das Handy im Notfall laden zu können hatte ich zudem ein kleines Solarladegerät von „Solio“ dabei. Praktisch aber es bringt nicht die Leistung die ein iPhone oder iPad benötigt.

Mein neues System.

Bei den Energieschluckern hat sich ja nun das alte Samsung verabschiedet und an seine Stelle ist das iPhone 5 getreten. Das ändert alles. Schon jetzt muss ich mein iPhone nahezu täglich laden, habe es aber auch permanent im Einsatz und WLAN sowie 3G laufen, rund um die Uhr. Auf Tour stelle ich diese Stromfresser natürlich ab, will aber gelegentlich Musik, die Kamera und das GPS sowie Kartenmaterial nutzen. Den lächerlichen Gedanken habe ich nicht mal verschwendet um darüber nachzudenken, ob ich wohl mit einer Ladung die 3 Wochen hinkomme. Es muss sich also was ändern. Und es hat sich was geändert. Seit Kurzem bin ich stolzer Besitzer des GOALZERO Guide 10 Plus Adventure Kit. Damit sollte ich in der Wildnis von Schweden kein Problem mit fehlendem Strom haben. Das Adventure Kit wird bei Axel von der Outdoorseite sehr schön vorgestellt, von dort habe ich auch die Anregung bekommen. Ich kann es nun um meine bisherigen Erfahrungen ergänzen. Stirnlampe, Kamera und GPS Versorgen ich weiterhin mit einem frischen Pack Lithium Batterien und bei Bedarf kann ich Akkus aus dem Guide 10 verwenden.

Meine bisherigen Erfahrungen mit dem GOALZERO Guide 10 Plus Adventure Kit.

Das Adventure Kit besteht aus dem Nomade 7 Solarpanel, das 7 Watt Leistung bei Sonneneinstrahlung bringen soll. Zum zweiten Teil besteht das Kit aus dem Guide 10 Plus Battery Pack. Beides zusammen bildet ein sehr gutes Team. Das Battery Pack wird mit 4 AA Akkus betrieben oder kann optional auch mit AAA Akkus verwendet werden, dafür liegt ein Adapter der Lieferung bei. Das Pack kann über einen normalen USB Anschluss geladen werden, dafür benötigt es ca. 8-10 Stunden laut den Hinweisen der Verpackung. Es kann aber auch über das Nomade 7 geladen werden und da braucht es nur ca. 2-4 Stunden, diesen Wert kann ich bestätigen. Natürlich muss die Sonne kräftig scheinen, wobei neben dem Panel auch das Akku Pack stark erhitzt wird. Das Besondere an dem Akku Pack ist, das unterscheidet sich auch von anderen ähnlichen Produkten auf dem Markt, dass nach der Lebensdauer der Akkus einfach neue eingesetzt werden können und man das Gerät weiter verwenden kann. Man kann also jede Art von AA oder AAA Akku einsetzten. An Ausgängen bietet das Guide 10 Plus einen USB-Ausgang mit 1 Ampere, genug also für ein iPhone und ausreichend für ein iPad. Zudem gibt es noch ein kleines helles Licht am Battery Pack.

Nun zum Nomad 7 Solarpanel. Es hat drei Ausgänge, einen USB-Ausgang mit 0.5 Ampere (viel zu wenig für das iPhone), einen 12V Ausgang (Auto, 0.2 Ampere) und einen Solar Ausgang für das Guide 10 Plus Battery Pack (1.1 Ampere und 6.5 Volt). Am besten lädt man also das Battery Pack mit dem Panel und dann vom Battery Pack aus die weiteren Geräte. Das Panel hat eine praktische Tasche an der Hinterseite, in der sich das Battery Pack und einige Kabel während des Ladevorgangs verstauen lassen. Das wirklich Tolle an dem Panel ist, das es auch bei normalem Tageslicht lädt und nicht unbedingt einen direkte Sonneneinstrahlung benötigt. Dadurch dauert es zwar länger, aber man kann sich ja schließlich nicht immer auf die Sonne verlassen, gerade in Lappland.

Beispiel Ladung

Ausgangssituation: Guide 10 Plus vollständig via USB Port vom Computer geladen und iPhone im Flugmodus.
1 Ladung: iPhone, 1 Stunde laden von 34% auf 96%. Guide 10 Plus leuchtet immer noch grün
Nutzung über den Tag: normale Nutzung mit 3G und Wlan
2 Ladung: iPhone wieder im Flugmodus zum Laden, 15 Minuten laden von 7% auf 28%, Anzeige am Guide 10 Plus schaltet sich auf Rot
Weitere Ladung vom iPhone nicht möglich, jedoch andere Geräte (Kleingeräte) können noch geladen werden. Auch das am Guide 10 Plus integrierte Licht funktioniert noch

Fazit

Nachdem ich das GOALZERO Guide 10 Plus Adventure Kit nun über ein paar Wochen intensiv nutzen konnte, bin ich sehr zuversichtlich, dass ich in Schweden ausreichend Strom für mein iPhone und die anderen elektronischen Geräte haben werde. Das Solarpanel lädt nicht nur bei direkter Sonneneinstrahlung und man kann die gewonnene Energie locker im Battery Pack speichern. Zur Not lassen sich andere Batterien in das Battery Pack einlegen und es dient so als Notstrom, wenn mal die Sonne ausbleibt oder das Wetter schlecht ist. Durch die vielen Laschen lässt es sich fast überall einfach befestigen. Mein iPhone kann ich mit einer vollen Ladung des Battery Packs mindestens 1,5 mal laden. Die Stromversorgung scheint gesichert…

Wer noch mehr Sicherheit bei der Stromversorgung möchte sollte eventuell zusätzlich auf Akku Packs zurückgreifen. Der HyperShop bietet wirklich geniale Akkupacks für Apple User.

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3 Antworten

  1. Udo sagt:

    Brauch ich eigentlich unbedingt eine Zeltunterlage oder gehts auch ohne?

    • Die Zeltunterlage ist kein muss. Jedoch schützt sie zusätzlich den Zeltboden vor spitzen Steinen, Gestrüpp und auch vor Feuchtigkeit. Außerdem lässt sich die Zeltunterlage auch als Mini Tarp verwenden 🙂
      Es also definitiv auch ohne Unterlage.

  1. 24/10/2014

    […] Equipment von Felix von Nordtrekking […]

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