Versunkene Bäume, Wildwasser mit einem Packraft und viel Sonne | Paddelfestival

Voller Wildwasserkanal

Wer träumt nicht von einem eigenen Paddelboot, mit dem man die Welt erkunden kann oder zumindest seine nähere Wasserumgebung? Leipzig bietet eine Menge Wasserstraßen die sich lohnen, mit einem Boot erkundet zu werden. Dafür gab es nun am vergangenen Wochenende (13 & 14 April) das XXL Paddelfestival am Markkleeberger See bzw. am Kanupark Markkleeberg. Auch ich gesellte mich dorthin. Zwei Sachen hatte ich auf dem Programm: eine geführte Paddeltour mit einem Kajak und endlich mal in einem Packraft auf dem Wasser sein. Beiden Vorstellungen konnte das Festival gerecht werden – und sogar noch mehr.

Aussteller wie Lettmann, Gumotex und Seylor zeigten nicht nur ihre Modellpalette, sondern luden auch ein, diese ganz unverbindlich im angrenzendem See oder Wildwasserkanal zu testen. Auch der Packrafting Store war mit einem eigenen Stand vertreten. Geführte Touren, inklusive Boot, wurden vom Deutschen Kanu Verband angeboten und auch das Kanu Magazin war präsent. Einige Aussteller lockten mit günstigen Angeboten für Boote und entsprechendes Zubehör wie Schwimmwesten, Anzüge, Paddel und Systeme für das Auto. Zentrum war aber der Wildwasserkanal, welcher sehr gut gefüllt war, nicht nur mit Wasser.

Kleine Paddeltour auf zwei Seen

Am Sonntag 10 Uhr ging es los, gut, denn Samstag war das Wetter miserabel. Ich bekam ein Einer Kajak und eine Schwimmweste. Die Route führte vom Kanupark zur Schleuse Richtung Störmthaler See und auf dem Störmthaler See zur schwimmenden Kirche Vineta, dem höchsten freischwimmenden Bauwerk Europas, und wieder zurück. Da die Schleuse noch nicht in Betrieb war, mussten die teils Schweren Kajaks und Kanadier dort umgetragen werden. Nach der Schleuse ging es, dank einer Sondergenehmigung, über den spiegelglatten und ruhigen Störmthaler See, ein Tagebausee, und so kommt es vor, dass aus dem Wasser die letzten Baumkronen hervorstechen. Es geht vorbei am Insel Schutzgebiet bis zum ca. 40 Meter tiefen Punkt, über dem sich die Kirche befindet. Betreten war leider verboten, so blieb nur das umrunden und der Blick auf die vorbildliche Solaranlage der schwimmenden Kirche. Das Kajak war äußerst bequem und garantiert für lange Strecken bestens geeignet. Die Sonne schien zu dieser frühen Zeit noch nicht besonders stark, aber es wurde trotzdem schnell warm im Boot und so öffnete ich hin und wieder die Spritzdecke, die theoretisch nicht nötig gewesen wäre. Nach dem erneuten Umtragen zurück zum Markkleeberger See war die Runde auch schon fast beendet. Als Überraschung gab es am Stand vom Deutschen Kanu Verband für alle Mitreisenden noch die typische Leipziger Lerche und deren Geschichte. Für die ca. 8 km Strecke benötigten wir insgesamt ca. 2,5 Stunden.

Nun aber doch Wildwasser

Für mich der Höhepunkt (und das ließ ich schon mal durchblicken) waren nicht die Kajaks von Lettmann und Co, es waren die Packrafts. Die leichten, vielseitigen und kleinen Boote. Sven und Marc vom Packrafting-Store.de waren mit einem breiten Sortiment an Booten vertreten. Alle natürlich zum ausprobieren. Bereits aufgeblasen schimmerten sie im Sonnenschein in ihren markanten Farben. Das zog nicht nur mich an, sondern auch viele andere Besucher des Festivals, die die Boote einmal selbst testen wollten. Ich probierte natürlich fast jedes Boot auf dem See aus und habe nun auch meinen Favoriten gefunden: das Yak in Rot.

Immer wieder sah ich auch die Boote im Wildwasser. So habe ich mich dann auch in einen der Trockenanzüge geworfen und bin mit dem Boot unter dem Arm (ist ja leicht) losmarschiert, zum Wildwasser. Am ersten Tag, noch etwa vorsichtig, bin ich nur den kleinen Wildwasserkanal hinunter gepaddelt. Doch danach war es um mich geschehen. Ich habe Blut geleckt. Am zweiten Tag konnte ich nicht anders, ich musste auf den großen Kanal, zum großen Wildwasser. Und es lohnte sich, es machte einen unglaublichen Spaß, auch wenn ich es nur bedingt beherrschte und teilweise es vorzog, den Wildwasserkanal lieber schwimmend zu bewältigen als im Packraft. Einige der Walzen haben es in sich, und wenn mich einmal einer der Dinger erwischte, hatte ich das nachsehen. Aber das trübte meinen Spaß keinesfalls und ich bekam noch einige nützliche Tipp, die ich versuchte umzusetzen. War garantiert nicht das letzte Mal im Wildwasser! (Auf den Bildern bin nicht ich zusehen, konnte keine Fotos von mir im Wildwasser machen)

Fazit des Wochenendes

Sonnenbrand ist jetzt schon möglich und ein Packraft steht ganz oben auf der Wunschliste oder To-Do Liste, je nachdem.

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10 Antworten

  1. Thomas sagt:

    Das mit der Schleuse ist wirklich schade. Ich glaube es wurde gesagt, dass die Abnahme aufgrund von Schnee und Eis vor zwei Wochen nicht rechtzeitig erfolgen konnte.
    Vielleicht trifft man sich mal auf Leipziger Gewässern sobald Du Dein rotes Yak hast.

    Beste Grüße
    Thomas (der mit dem bockigen Nachwuchs und dem Scandtrack-Trip) 😉

    • Ich hoffe man sieht sich, die packrafts fallen auch auf, gerade wenn sie beleuchtet sind 🙂 erst gestern abend bin ich am Kanal entlang Gefahren und hab es mir vorgestellt. Viele Grüße und viel Spaß in Schweden beim Abendteuer 🙂

  2. cafele sagt:

    Vielen Dank für den tollen Bericht und ich habe sogar ein Foto gefunden, auf welchem ich verewigt worden bin (ganz unten in der Mitte). Die Packrafts machen riesigen Spaß und das nicht nur auf dem ruhigeren Gewässern! 🙂

  3. Sven sagt:

    Hi Felix,

    natürlich gibt es Bilder von dir im WW 🙂 Guckst du hier: http://www.facebook.com/photo.php?fbid=484900784898143&set=a.484898814898340.1073741832.109288219126070&type=1&theater
    Danke für den ausgewogenen Beitrag!
    Bis bald auf dem Wasser,
    Sven

    • Hi Sven,
      vielen Dank für den Link. Sieht gar nicht mal so schlecht aus auf dem Foto. War glaube ich der erste Lauf im kleinen Kanal und der Helm sieht gar nicht mal so verkehrt aus 🙂

  4. Christian sagt:

    Sieht ja echt lustig aus. Wusste gar nicht das es sowas in Leipzig (auch) gibt.
    Muss ich glaub ich auch mal ausprobieren 🙂

    Grüße aus Freiberg

    • Hi Christian, wie du weißt gibt es fast alles in Leipzig 🙂 vielleicht finden wir mal zeit und machen das mal zusammen. Bei dir in der Gegend gibt’s bestimmt auch schöne Naturflüsse.

      Grüße aus Leipzig,
      Felix

  1. 04/10/2013

    […] Leipzig gibt es viele Möglichkeiten sich “Outdoormäßig” zu betätigen, neben einem Wildwasserkanal, diversen See, Wäldern, Kletterhallen und Felsen hat Leipzig natürlich auch ein ausgeprägtes […]

  2. 01/05/2014

    […] reichhaltiges Programm mit vielen Touren und Workshops zusammengestellt. Im letzten Jahr habe ich bereits darüber berichtet und in diesem Jahr werde ich auch wieder vor Ort sein, vom 1-4 Mai im Kanupark […]

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