App | Pocket Earth als Outdoor-App. Offline sich zurechtfinden.

Karte

Wie viele andere kann auch ich nicht auf mein iPhone verzichten. Daher habe ich es immer dabei und immer wieder gibt es auch neue Apps die hilfreich sind und manche die nicht so hilfreich sind. Kürzlich bin ich über eine, wie ich finde, für mich äußerst hilfreiche App gestolpert. In Deutschland ist es eigentlich kein Problem auf Google Maps oder Apples eigene Karten App zurückzugreifen da ich überall Zugang zum Internet habe. Jedoch im Ausland beispielsweise Schweden, Norwegen oder Frankreich, muss ich für Internet zusätzlich zahlen oder habe erst gar kein Empfang (wie in Lappland). Darum bin ich schon seit längerem auf der Suche nach einer guten Karten App die Offline Karten zur Verfügung stellt, welche man sich selektiv kostenfrei herunterladen kann. Gefunden habe ich Pocket Earth für iPad und iPhone als Universal App für gerade 2,69 € im App Store. Die Beschreibung klang sehr gut und auch das Aussehen sagte mir sehr zu also habe ich die App gekauft und ausprobiert. Und ich bin sehr zufrieden mit ihr.

Die Vorteile der App

Die App benutzt Kartenmaterial von OpenStreetMap und man kann sich Städte, Gegenden, oder auch ganze Länder auswählen, die offline verfügbar sein sollen. Das macht natürlich im Ausland Sinn da man hier Roaming Gebühren spart und das ganze Land, detailliert in der Tasche hat. Die Vektorkarte lässt sich stufenlos Zoomen und berechnet sich jeweils neu. Möchte man beispielsweise ganz Deutschland offline verfügbar haben so sind das gerade einmal ca. 980 MB, natürlich mit allen Details und Overlays. In der App kann man sich seine Position mittels GPS anzeigen lassen und auch eigene Marker setzten sowie GPS Pfade aufzeichnen. Um Strom zu sparen lässt sich die Positionierung per GPS auch direkt in der App ausschalten. Eine Routenplanung ist nur bedingt möglich. Es ist möglich zu entscheiden für was eine Route geplant werden soll, also Fahrrad, Auto oder zu Fuß. Die Planung selbst funktioniert aber nur mit einer bestehenden Internetverbindung. Hat man jedoch einmal eine Route geplant so kann man diese auch speichern wodurch sie dann auch offline verfügbar wird. Besonders genial finde ich die Funktion des Im- und Exports von GPX Daten. Damit lassen sich Daten von meinem eTrex 10 auf das iPhone/iPad bringen und umgekehrt. Man plant seine Tour gemütlich am großen iPad Display exportiert dann die Daten und hat sie auf dem iPhone sowie auch auf dem Mac (via Garmin BaseCamp) verfügbar. Eine Cloud Integration gibt es allerdings noch nicht.

  • Offline Kartenmaterial von OpenStreetMap.org gratis zum selektiven downloaden und dem Anzeigen/Deaktivieren verschiedener Ebenen
  • Eigene Marker können gesetzt werden
  • GPS Pfad Aufzeichnung (frisst aber Strom, nehme dafür mein eTrex 10)
  • Routenplanung für Auto, Fahrrad und zu Fuß ist nur online möglich
  • viele Einstellmöglichkeiten (Koordinaten Anzeige, Kompass, Maßeinheiten, GPS Präzesion, Import-Export, Textgröße, Netzwerk Modus)
  • Informationen zu aktuellen Kartendaten
  • (Basis)Informationen zum Ort
  • Reiseführer via Wiki
  • Wikipedia Einträge (OpenStreetMap)
  • ganzer Bildschirm wird für die Kartendarstellung genutzt
  • Buttons/Tasten sind dezent angeordnet und stören keinesfalls

Fazit

Für die Outdoor Navigation (finden eines geeigneten Zeltplatzes) oder die Outdoor Orientierung (finden einer guten Route) ist die App für mich wirklich ausreichend. Gerade in Hinblick auf das offline Verfügbarkeit des Kartenmaterials ist sie das Geld allemal wert. Was es nicht gibt und mir nur bedingt fehlt sind Höhenlinien (oder ich habe es noch nicht entdeckt) und die angesprochene Cloud Integration. Insgesamt macht die App Pocket Earth ein äußerst gutes Bild welches sich natürlich noch intensiver im Outdoor Einsatz bestätigen wird. Ich selbst habe durch sie bereits einen neuen Weg entdeckt.

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6 Antworten

  1. Patrik S. sagt:

    Hey, sehr interessant!

    Hast du dir das Kartenmaterial für Schweden mal angeschaut? Ich finde bei openstreetmap sind da sehr wenige Pfade und Wege verzeichnet. Oder habe ich einfach nur den falschen Layer gewählt? Bin mal alle durchgegangen – aber Essig!

    Weil ansonsten bleibe ich bei http://www.skobbler.de/apps/navigation da bekomme ich die ganze Welt für 6,99 € als offline Material. Und die Karten sind ähnlich gut/schlecht.

  2. Patrik S. sagt:

    Sorry, die ganze Welt kostet dort 9,99€.

    • Hej Patrick,
      das Stimmt es sind teilweise oder partiell manchmal nicht alle Pfade verzeichnet, das finde ich aber nicht schlimm, man kann ja selbst bei OpenStreetMap dazu beitragen das die Ergänzt werden. Andererseits ist es auch mal schön nicht alles schon vorher genau zu wissen.
      Skobbler habe ich auch, das ist aber für meinen Geschmack zu sehr Navigationsgerät und nicht so „schön“ wie Pocket Earth, aber man hat eine Sprachausgabe. Meines Wissens nutzt Skobbler dasselbe Kartenmaterial wie Pocket Earth also OpenStreetMap. Hab mir bei Skobbler „nur“ ganz Europa gekauft 🙂

  3. Patrik S. sagt:

    Das stimmt, es ist eine Navi-App. Aber wenn das Kartenmaterial das selbe ist, ist der Unterschied ja nicht so groß. Lasse ja schon immer genug Geld im App-Store 😉

    Was mich bei allen Apps stört, das man keine Luftbilder cachen kann. Das wäre noch eine echt Hilfe.

    Habe mir jetzt teilweise Karten aus Luftbildern mit Photoshop zurecht geschoben, als TIFF gespeichert und als Layer wieder eingefügt 🙂 Ist die beste Hilfe wenn man mal abseits der Pfade unterwegs ist 🙂

  4. Paul sagt:

    Ich hab letztens eine echt nette offline-Karten-Map-App gefunden – der Clou dabei: man kann auch seine eigenen digitalisierten (jpg, png etc.), spezifischen Karten verwenden. Man muss sich damit ein bisschen spielen aber wenn man dann auf Tour ist kann man auf seine eigene optimierte, detailierte offline Karte zugreifen!

    Wenn man zusätzlich noch die Koortinaten der Kartenränder und Projektion festlegt kann man auch diverse GPS Funktionen nutzen (Standort, GPS-Tracking,..)

    Allein deshalb wollte ich die App an dieser Stelle erwähnen.
    Bei Interesse nach “maps n tracks” oder “bitmap” ode “nixanz” googeln 😉

    Übrigens:
    Wirklich gelungener Blog, Ich verfolge deine Artikel erst seit nicht allzu langer Zeit, aber es macht echt spass deine Geschichten zu lesen! Nur weiter so!

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