Packrafting | Ein Boot zum Trekking, zum Wildwasser oder zum Genussfahren

Wenn man vom Trekking redet ist eins schon mal klar, leicht sollte alles sein was man mitnimmt. Was ist aber mit einem Boot? Kann man ein Boot nicht mit auf eine Trekkingtour nehmen? Das würde sehr viele Vorteile bringen. Man könnte Seen überqueren, Flüsse hinabtreiben oder verwunschene Inseln besuchen. Man bringt Abwechslung mit und kann so, durch das treiben auf einem Fluss zum Beispiel, die Natur noch intensiver genießen. Aber Boote sind meistens schwer und man muss Paddel, Weste und Pumpe (wenn es ein Schlauchboot ist) zusätzlich mitnehmen. Wer möchte schon zusätzlich zum Zelt noch das Gewicht eines Bootes mitführen. Ich. Wenn das Boot auch nur soviel wiegt wie ein Zelt ist das durchaus denkbar.

Packraft

Quelle: www.packrafting-store.de

Gibt es ein leichtes Boot welches härteren Anforderungen gerecht wird als nur das Schlauchboot am Badesee zu sein.? Ja das gibt es. Es gibt sogar ein extra „Genre“ welches sich mit dieser Art von „Booten“ oder dieser Art von Sport beschäftigt: Packrafting.

Es war beim Flohmarkt vom Tapir in Leipzig da bin ich zum ersten mal auf solche leichten „Schlauchboote“ gestoßen, welche auch für das Wildwasser geeignet sind. Schnell bin ich ins Gespräch gekommen mit Marc, der mit einem Freund den Europavertrieb der Packrafts ins leben gerufen hat. Der eine kommt aus Leipzig, der andere aus Dresden. Ich habe viel über die Boote erfahren, zum Beispiel das es überhaupt kein Problem ein Fahrrad aufzuladen oder auch einen 30 Kg Rucksack. Ideale Vorraussetzungen für das Trekking also. Auf der Webseite www.packrafting-store.de welche auch von Sven und Marc betrieben wird kann man besagte Boote kaufen, welche es in verschiedenen Ausführungen gibt.

Hier das Boot zum Vergleich einmal gepackt.

Quelle: www.packrafting-store.de

Das Beste, solch ein Boot wiegt gerade einmal  ca. 2,3 Kg und hat ein Packmaß von 50×20 cm. Mein Exped Vela 1 Extrem ist zwar noch etwas leichter aber ich denke das das Gewicht ungefähr dem eines Zeltes entspricht. Das Boot benötigt auch keine Pumpe, man muss es auch nicht mit dem Mund aufblasen. Dafür gibt es extra einen leichten 130g schweren Blasesack der die Arbeit in weniger als einer Minute erledigt.
Der Nachteil ist für mich immer noch der Preis, welcher mit satten 850 € für die einfach Ausführung Yukon Yak M (welche für mich in frage käme) erbracht werden muss. Kleiner Trosttropfen, man kann sich das Boot auch über die Seite mieten.

Trotzdem so ein Boot bietet einem sehr viele Nutzungsmöglichkeiten. Gerade hier in Leipzig, wo sich die Seenlandschaft gerade erst entwickelt und immer mehr Seen miteinander verknüpft werden, kann man einfach das Boot in den Rucksack packen und mit dem Fahrrad zum See fahren und eine schöne Tour paddeln, kurz Packrafting mit dem Fahrrad. Oder man nimmt es mit auf Trekking Tour oder einfach nur mal um über die Elbe zu kommen. Genauso kann man es auch im Salzwasser einsetzen oder es als Unterschlupf bei starkem Regen nutzen. Ich denke zur Nutzung, sind die eigene Ideen als Fahrplan zu gebrauchen. Packrafting gehört sicherlich (zumindest für mich) zum aufkeimenden Ast in der Outdoor Branche.

Wer mehr zum Thema Packrafting wissen möchte dem Empfehle ich den Blog von Sven und Marc unter www.packrafting.de (hier gibt es auch noch eine menge Ideen und Bilder zu Nutzung eines solchen Packraft).
Wer mehr über die Packrafts wissen möchte dem Empfehle ich die Seite www.packrafting-store.de zudem wird auch getwittert unter @PackraftingDE

Update 2015: Ich habe endlich ein Packraft. Der Markt hat sich in den letzten Jahren verändert und es gibt viele neue Hersteller mit innovativen eigenen Packrafts.

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